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23.05.2018 23:01 | Horst Szentiks | Ich bin kriminell, aber ich wußte ich das noch gar nicht - ehrlich!

Er heißt Jan Philipp Albrecht und er feiert das (sein) neue(s) Datenschutzgesetz:

"Geschafft! EU-Datenschutz-Grundverordnung"


Foto: https://www.janalbrecht.eu/pressefotos/


Sieht doch ganz sympathisch und harmlos aus, der junge Mann, oder? Für diesen GRÜNEN-Politiker ist jeder Cookie und jede Datenspeicherung, die ganz normalen alltäglichen Gepflogenheiten entspricht, offensichtlich ein "Überwachungsvorgang", inklusive Datendiebstahl.

Lesen Sie sich mal aufmerksam seine Ausführungen und Beschwichtigungen, die ich eingangs verlinkt habe, durch. Beachten Sie aber auch die Kommentare dazu. Speziell den von Sascha Lobo, den ich zwar persönlich auch nicht besonders gut leiden kann, aber dem ich in diesem Fall doch weitestgehend inhaltlich zustimme.

Daß große Social Media-Portale wie eine Krake die privaten Daten ihrer User überwachen, abfischen und damit Geschäfte machen, das ist bekannt. Aber ich interessiere mich überhaupt nicht für das Bewegungsprofil meiner Webseiten-Besucher. Ich werte da gar nichts aus. Ich will meinen Börsenbrief verkaufen. Und dazu versuche ich, möglichst viele richtige Einschätzungen zur Börsenentwicklung abzugeben.

Und wenn sich dann ein Besucher freiwillig bei mir meldet, mir seine privaten Kontaktdaten mitteilt, damit ich ihn beliefern kann, dann ist das ein ganz normaler, alltäglicher Geschäftsvorgang, der den üblichen Gepflogenheiten - und Notwendigkeiten entspricht, damit das überhaupt funktioniert!

Man nennt das auch zwischenmenschliche Kommunikation, die ohne Austausch von Daten einfach nicht funktionieren kann.

Anstatt mir mit einer Strafe von 20 Millionen Euro zu drohen, obwohl ich nichts Verwerfliches verbrochen habe, fände ich es richtiger und angemessener, diese EU-Bürokraten würden mit solch drastischen Strafandrohungen gegen diejenigen vorgehen, die diese unvermeidliche Kommunikation mittels Hackerangriffen, etc. zu stören versuchen. Das sind die Kriminellen und nicht ich!

Dieses verdammte neue Gesetz hat mich 3 Wochen unproduktive Arbeit und Streß gekostet. Diesen Arbeitsaufwand würde ich nur zu gerne - zu meinem üblichen individuellen Stundensatz selbstverständlich - dem Herrn Albrecht in Rechnung stellen.

Ich fände es richtiger, dieses neue Gesetzes-Ungetüm radikal zu vereinfachen:
1. Man verbiete einfach strikt den großen Konzernen, mit den Daten ihrer User Handel zu betreiben - bei Androhung von 100 Millionen Euro Strafe bei Zuwiderhandlung. (50 Millionen Euro sind ja schon bei "Haß"-Postings fällig.)
2. Angriffe auf Webseiten, den Mailverkehr und der daraus resultierende Datenhandel oder andere Straftaten, müssen als schwerer Eingriff in die Privatsphäre und öffentliche Sicherheit verfolgt und geahndet werden - mit mindestens 10 Jahren Gefängnisstrafe.

Schließlich ist der Staat dafür zuständig, auf den Straßen unserer Republik für Ordnung, Sicherheit und reibungslosen Verkehrsfluß zu sorgen. Er möge das bitte auch auf der Datenautobahn machen und nicht mir die Verantwortung dafür in die Schuhe schieben.

Ausnahmslos alle Kleinunternehmer, Handwerker, Blogger, Vereine, Journalisten, etc. müssen von dem neuen DSGVO ausgenommen werden.

Die ganz normale alltägliche Kommunikation privater und geschäftlicher Art darf nicht kriminalisiert werden. Ansonsten fühle ich mich unrechtmäßig verfolgt.

Es kann ja wohl nicht sein, daß wir Opfer zu Tätern gemacht werden! Obwohl diese Brüsseler Bürokraten es ja auch schon geschafft hatten, die natürliche Krümmung der Gurken zu beseitigen. Darf man diese dann als "Gurkentruppe" bezeichnen? Wahrscheinlich nicht, denn das würde wohl schon als Haß-Posting eingestuft.

Ich bin sooo sauer, das können Sie sich gar nicht vorstellen!


Foto: Horst Szentiks
Das Bild darf frei verwendet werden.

Dieser Text ist auch auf der Achse des Guten erschienen.

 

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Horst Szentiks: Der Börsenspezialist für die technische Analyse von Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen.

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Dirk Böcker, Horst Szentiks, Jens Graf, Simone Hörrlein

 

 

 

 
 

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